Warum ist am Aschermittwoch der Karneval vorbei?

Jedes Jahr zu Weiberfastnacht holen die Narren in Deutschland und in anderen Gegenden der Welt tief Luft – für den heißen Endspurt im Karneval. Bis zum Veilchendienstag brauchen die Menschen viel Kondition, um bei zahlreichen Umzügen, privaten und öffentlichen Karnevalsfeiern mit dabei zu sein. Sogar viele Arbeitgeber geben ihren Angestellten frei. Und dann, am Aschermittwoch, soll plötzlich alles vorüber sein.

40 Tagen vor Ostern beginnt die Fastenzeit

Der Grund für das Ende des Karnevals liegt nicht etwa in einer weisen Voraussicht, dass die Gesundheit der Narren schonungsbedürftig sei, sondern in religiösen Traditionen. Ab Aschermittwoch galt für gläubige Katholiken ein 40-tägiges Fastengebot, das erst zu Ostern wieder endete. Von dem Verzicht auf Alkohol, Fleisch und anderen Speisen waren nur die vorösterlichen Sonntage ausgenommen. Es versteht sich von selbst, dass Fasten und Karneval nicht zusammenpassen.

Völlerei und Narretei vor dem Fasten

Andererseits ist die Fastenzeit selbst ein wesentlicher Grund, warum das Brauchtum um Karneval, Fasching und Fastnacht überhaupt entstehen konnte: In der Karnevalszeit durften die Menschen noch einmal „über die Stränge“ schlagen, bevor eine Zeit des Verzichts anbrach. Außer den leiblichen Wonnen war zum Karneval auch etwas anderes ausdrücklich erlaubt, das bis heute ein Kennzeichen der tollen Tage ist: Hohn und Spott gegen Regierung, Kirche und bekannte Persönlichkeiten.

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